Wer was sieht, entscheidet der Server.
In einem System, in dem mehrere Firmen nebeneinander arbeiten, ist die Sichtbarkeit keine Anzeigefrage. Sie wird in jeder einzelnen Abfrage durchgesetzt — nicht in der Oberfläche.
Zwei Dimensionen, eine davon stärker
Die Rolle steuert, was jemand tun darf — sechs Stufen vom Superadmin bis zum Tippgeber. Die Partnerfirma steuert, was jemand sehen darf. Und sie ist die stärkere von beiden.
| Wer | Sieht |
|---|---|
| Creditfair ab Teamleiter (keine Partnerfirma) | alles, firmenübergreifend |
| Creditfair darunter | nur die eigenen Datensätze |
| Partner-Inhaber | den gesamten Bestand seiner Firma |
| Partner-Mitarbeiter | nur die eigenen Datensätze |
Verschlüsselt, nicht im Klartext auf der Platte.
Die Zugangsdaten aller Schnittstellen — SMTP, Objektspeicher, Google, Outlook, Calendly, Europace, Sprengnetter — liegen AES-256-GCM-verschlüsselt in der Datenbank. Nicht in einer Konfigurationsdatei.
Der Schlüssel dafür wird aus dem Sitzungsgeheimnis der Installation abgeleitet. Steht im Produktivbetrieb noch der Entwicklungswert, verweigert das Portal das Ver- und Entschlüsseln und weist darauf hin — statt still mit einem bekannten Schlüssel zu arbeiten.
Weitere Maßnahmen
- Passwörter mit bcrypt gehasht, nie im Klartext gespeichert
- Sitzungen über HttpOnly-Cookies — kein Zugriff aus dem Skript der Seite
- Datenbank lauscht nur lokal, nicht im Netz
- Firewall: offen sind nur SSH und die beiden Web-Ports
- Die Anwendung läuft nicht als Systemverwalter
- TLS über Let's Encrypt mit automatischer Erneuerung
Wo das System läuft
| Baustein | Einrichtung |
|---|---|
| Standort | Server in Deutschland, erreichbar unter app.faircrm.de |
| Betriebssystem | Ubuntu LTS, Anwendung unter einem eigenen Systembenutzer |
| Prozess | Dienst mit Autostart und Neustart bei Absturz |
| Transport | TLS über Let's Encrypt, automatische Erneuerung |
| Datenbank | PostgreSQL, nur lokal erreichbar |
| Sicherung | Täglicher Datenbank-Auszug, 14 Tage vorgehalten |
| Aktualisierung | Migrationen laufen bestandserhaltend — Daten bleiben erhalten |
Was wir bewusst nicht tun
Keine automatisierte Entscheidung
Der FAIRcheck bereitet vor, er entscheidet nicht. Jeder Punkt nennt den nächsten Schritt statt eines Urteils, und der Check filtert keine Fälle aus. Eine automatisierte Entscheidung über Kreditanträge wäre nach Art. 22 DSGVO nur unter engen Voraussetzungen zulässig.
Keine Dokumentinhalte an die KI
An das Sprachmodell gehen nur Arbeitsdaten — keine Dokumentinhalte, keine Zugangsdaten. Und die Sichtbarkeitsregeln gelten auch hier: FAIRdinand liest nur, was der fragende Benutzer ohnehin sehen darf.
Kein Löschen von Menschen
Ausgeschiedene Mitarbeiter werden deaktiviert, nie gelöscht — an einem Benutzer hängen Fälle, Provisionen und die Historie. Für den Widerruf einer Einwilligung gibt es dagegen einen eigenen Ampelstatus (150).